Wattenmeer – Exkursion 2025

Noch vor Tagesanbruch klingelte bei 22 Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangstufe am Montag, dem 14. 07. 2025, der Wecker, um rechtzeitig den 6:33-Uhr-Zug von Bad Neustadt nach Würzburg erwischen zu können. Zusammen mit unseren Lehrkräften Frau Jetschni, Herr Jetschni und Herr Hey begann die aufregende Reise Richtung Norden. Nach vielen Umstiegen landeten wir schließlich in Bredstedt, von wo aus uns ein Bus zum Fähranleger brachte – zur letzten Station am Festland. Auf der Fähre schien die Sonne, der Wind wehte wie wild und wir genossen nach der langen Fahrt den Meerblick und die Seeluft. Endlich angekommen auf der Hallig Langeneß schnappten wir uns sogleich die Leih-Fahrräder und radelten einige Kilometer zur Peterswarf, wo sich das Seminar- und Selbstversorgerhaus der Schutzstation Wattenmeer befindet. Dort bezogen wir unsere Zimmer, das Kochteam bereitete das erste Abendessen vor und wir lernten die vier jungen Frauen kennen, die dort einen Bundesfreiwilligendienst absolvierten und in den nächsten Tagen für ein abwechslungsreiches Programm sorgen sollten.

Nach dem ersten Einsatz unserer „Milchholer“, die noch vor dem Frühstück Milch und Butter vom Bauernhof nebenan abholten (neben den 100 Einwohnern gibt es mindestens genauso viele Kühe!), begann das besagte Programm am nächsten Tag mit einer Vogelbeobachtung. Möwen, Austernfischer und viele weitere Arten erkannten und benannten wir anhand ihres Federkleides und erkundeten dann auf eigene Faust die Hallig. Abends – wenn die Flut kam – gingen wir baden, backten Kuchen, kochten und spielten Gesellschafts- und Kartenspiele, unter denen Werwolf selbstverständlich nicht fehlen durfte. So oder so ähnlich sollten auch die folgenden Abende aussehen…

Langeneß ist mit etwa 10 Kilometern Länge die größte Hallig der Welt. Am Mittwoch gab es deshalb besonders viel zu erkunden auf unserer Fahrradtour: die Kirche, das Museum und den Leuchtturm. Auch vom wechselhaften Wetter blieben wir nicht verschont und kamen klatschnass wieder zurück in die Unterkunft. Doch auch die Sonne ist auf der Hallig nicht zu unterschätzen, was manche am nächsten Tag in Form von ziemlich schmerzhaften Sonnenbränden zu spüren bekamen. Da wanderten wir nämlich 5 km durch das Watt zur Nachbarhallig Oland und erkundeten diese. Am Freitag ging es gleich wieder ins Watt, diesmal aber mit Blick auf den Boden. Wir suchten und sammelten Krabben, Muscheln, Würmer und Seepocken, die wir nachmittags im Labor unter die Lupe nahmen.

In das Wochenende starteten wir mit einer Führung über die für den Norden einzigartigen Salzwiesen. Dort war zunächst ein Tastetest einiger Pflanzen – wie beispielsweise dem Queller – angesagt. Im Anschluss genossen wir den letzten selbst gebackenen Kuchen, konnten an der Badestelle nochmals Vögel beobachten, oder eben baden gehen. Der letzte volle Tag auf der Hallig bestand daraus, unsere äußerst klapprigen Fahrräder zurück zum Fähranleger zu fahren, wobei uns nur ganze 26 mal die Kette raussprang, wir 3 Sättel und nur einen Reifen verloren. Im Anschluss ließen wir den Nachmittag mit einem langen, entspannten Spaziergang zurück zur Peterswarf und einem Stop beim Halligcafé von Virginia ausklingen. Am nächsten Morgen brachte uns der Halligexpress zur Fähre, von wo aus wir mit vielen unvergesslichen Erinnerungen unsere lange Heimreise antraten.

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