Ein voller Raum, spürbare Vorfreude und ein Hauch Wehmut über die vergangenen Ferien – so startete unser Gymnasium ins neue Schuljahr 2026/2027. Zum traditionellen Schulanfangsgottesdienst versammelte sich die gesamte Schulfamilie, um sich gemeinsam auf das kommende Jahr einzustimmen. Besonders herzlich empfangen wurden dabei unsere neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler sowie alle Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, die neu zu uns gestoßen sind – mit kräftigem Applaus wurden sie an Bord unserer Schulgemeinschaft begrüßt.
Mit einem Augenzwinkern wurde in der Begrüßung auf die gemischten Gefühle vieler eingegangen, die zwischen Ferien-Nachwehen und der Vorfreude auf ein Wiedersehen mit Freunden schwanken. Die Botschaft war klar: Wir alle sitzen im selben Boot – und werden das neue Schuljahr gemeinsam als Mannschaft angehen. Im anschließenden Gebet bat die Schulgemeinschaft um viele Kraft für die kommenden Monate, sowie um Mut in unsicheren Situationen, Geduld bei Rückschlägen und Menschen an der Seite, mit denen sich sowohl Freude als auch Sorgen teilen lassen.
Die Lesung aus dem Buch Genesis erinnerte anschließend an die Erschaffung des Menschen: Gott schenkt ihm das Leben, einen Platz in der Welt und die Aufgabe, diese aktiv mitzugestalten. Dieser Gedanke der Selbstwirksamkeit und Gestaltungsfreiheit zog sich als roter Faden durch den gesamten Gottesdienst.
Humorvoll blickte ein pointierter Vortrag auf Möglichkeiten zu definieren, was Glück im Schulalltag eigentlich bedeutet: die ausgefallene Stunde, das wiedergefundene Handy, das in Wahrheit die ganze Zeit in der eigenen Hand lag, oder der Lieblingssong genau im richtigen Moment. Es wurde deutlich, dass echtes Glück selten der große Wurf ist, sondern meist in kleinen, echten Momenten mit Freunden steckt – und dass der ständige Vergleich mit anderen der größte Glücksräuber ist.
Es folgte ein szenisches Spiel rund um einen ungeöffneten Glückskeks. Gerungen wurde dabei mit der Frage, ob man die Zukunft vorher kennen möchte, um sich bestmöglich abzusichern – oder ob genau darin die eigentliche Freiheit liegt: nicht zu wissen, was kommt, dafür aber die Möglichkeit zu haben, das eigene Leben und die Gemeinschaft aktiv zu gestalten. Am Ende blieb der Keks bewusst ungeöffnet, als Symbol dafür, dass wahres Glück nicht im Zufall liegt, sondern darin, füreinander da zu sein und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.
Unser Dank gilt allen, die den nachdenklichen und zugleich fröhlichen Auftakt in ein hoffentlich glückliches neues Schuljahr mitgefeiert haben.
Eure Fachschaft Religion