Kreativer Geschichtsunterricht: Von der Steinzeit bis ins antike Rom

Geschichte findet nicht nur im Schulbuch statt – im Geschichtsunterricht der 6. Klassen wurde auch gebastelt, gestaltet, modelliert, geklebt und gebaut. Im Mittelpunkt standen zwei Projekte, bei denen die Schülerinnen und Schüler ihr historisches Wissen mit Kreativität, handwerklichem Geschick und viel Engagement verbinden konnten.

Besonders gelungen war das Projekt „Der (prä-)historische Schuhkarton“. Die Aufgabe war, eine historische Szene dreidimensional in einem Schuhkarton nachzugestalten. Dabei entstanden mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail beeindruckende Miniaturwelten: Steinzeitjäger auf Mammutjagd, jungsteinzeitliche Dorfgemeinschaften, archäologische Ausgrabungen oder Szenen aus dem Alten Ägypten mit Pyramiden, Tempeln und dem Nil. Für die Gestaltung wurden unterschiedlichste Materialien verwendet – von Moos, Sand und kleinen Steinen bis hin zu selbst modellierten Figuren und Gebäuden. Dabei galt es nicht nur, kreativ zu sein, sondern auch historische Genauigkeit zu beweisen. Schließlich sollte in der Steinzeit weder Kunststoff noch Smartphone auftauchen. Manche Schülerinnen und Schüler integrierten sogar selbst entworfene und mit dem 3D-Drucker gefertigte Elemente in ihre Werke. Andere statteten ihre historischen Szenen mit kleinen Lichterketten aus und sorgten so für besondere Effekte.

Die fertigen Schuhkartons wurden anschließend in einer Ausstellung in der Aula präsentiert.

Im zweiten Halbjahr führte eine Zeitreise ins antike Rom. Unter dem Titel „Alltag und Pracht in Rom“ gestalteten die Schülerinnen und Schüler historische Postkarten. Sie versetzten sich in die Rolle von (Zeit-)Reisenden in der Antike und berichteten Freunden oder Familienmitgliedern von ihren Eindrücken aus der römischen Metropole. Dabei entstanden Ansichtskarten zu berühmten Bauwerken wie dem Kolosseum, den Thermen, Tempeln oder den  Aquädukten. In kurzen Vorträgen erläuterten die Schülerinnen und Schüler anschließend die Geschichte, Funktion und Bedeutung ihrer ausgewählten Bauwerke.

Beide Projekte machten deutlich, dass Geschichte weit mehr ist als das Auswendiglernen von Jahreszahlen. Durch eigenes Gestalten, Recherchieren und Präsentieren konnten die Schülerinnen und Schüler Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes begreifen – von der Steinzeit bis zur Antike.

Text und Bilder: Marina Försch

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