Fahrt zu den Römertagen nach Aalen am 26.09.2026

In regelmäßigen Abständen lädt das Römermuseum in Aalen – in der Antike Standort des größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen – dazu ein, in die Vergangenheit einzutauchen. Und ebenso regelmäßig nimmt die Fachschaft Latein, vertreten durch Frau Streit, Frau Ulrich, Herrn Goldammer und Herr Seelmann, dieses Ereignis zum Anlass, den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Bad Königshofen einen Besuch dieser Veranstaltung auch an einem Wochenende zu ermöglichen.

So machten sich bei strahlendem Sonnenschein mehr als 35 interessierte Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 12. Klasse per Bus auf den Weg, um sich dieses Spektakel nicht entgehen zu lassen. Die Lebenswelt der Römer bestand ja nicht nur aus Reden und philosophischen Debatten einerseits und ständigen militärischen Auseinandersetzungen andererseits (wie uns vielleicht die bekanntesten Schullektüren suggerieren). So zeigen denn die Römertage auch viele Facetten des alltäglichen Lebens der Menschen im Imperium Romanum.


Besonders anschaulich sind dabei immer die Darbietungen, die im Halbstundentakt auf zwei großen Aktionsflächen des Freigeländes präsentiert werden. Nach einer Weihezeremonie, die das gute Gelingen der Veranstaltung unter den Schutz der Götter stellte (daher vermutlich auch das schöne spätsommerliche Wetter) konnte man heuer unter anderem einen römischen Baukran in Aktion bestaunen und bei einer Modenschau erfahren, wie eine Braut in der damaligen Zeit gekleidet war oder wie sich die Kleidung der Ober- und Unterschicht im Laufe der Jahrhunderte und in verschiedenen Gegenden des Reichs veränderte.


Auf besonderes Interesse gerade der jüngeren Exkursionsteilnehmenden stießen zahlreiche Mitmachaktionen. Zum Beispiel konnte hier ein Katapult gebastelt, Fäden geflochten, römische Frisuren ausprobiert, Schuhe hergestellt und Leder punziert werden. Wer am Ende eine Stempelkarte gefüllt hatte, konnte sich ein kleines Geschenk an der Museumskasse abholen – ein Angebot, das gerne angenommen wurde.


Mutige konnten sich durch eine Auswahl römischer Speisen probieren oder im Museum Posca kosten, ein erfrischendes Getränk mit Essig und Honig. Weniger Experimentierfreudige vertrauten lieber der konventionellen geprägten Versorgung mit Gegrilltem, Pizza oder Crêpes.
So gestärkt konnte man sich dann den militärischen Darbietungen auf der großen Aktionsfläche zuwenden, wo Heeresabteilungen exerzierten und Soldaten zu Pferd ihre Reitkünste unter Beweis stellten. Ein besonderes Highlight für viele waren sicherlich die Vorführungen, bei denen Nachbauten von Ballisten und anderen Torsionsgeschützen ihre Durchschlagskraft auf große Distanz unter Beweis stellten.


Auch eine Gladiatorenschule durfte natürlich nicht fehlen und das Publikum wurde nicht müde, den jeweils favorisierten Kämpfer lautstark anzufeuern.
Nach einem sechsstündigen Aufenthalt machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg – im Gepäck das ein oder andere Andenken und vor allem die lebhafte Erinnerung an einen interessanten und abwechslungsreichen Samstag.


Text und Fotos: Matthias Goldammer

Dr.-Ernst-Weber-Straße 16
97631 Bad Königshofen

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