Exkursion der 9. Jahrgangsstufe zur Gedenkstätte Buchenwald
Eine tiefgehende und zukunftsweisende Exkursion in die Welt der digitalen Schlüsseltechnologien erlebte das P-Seminar „Virtuelle Realitäten“ des Gymnasiums Bad Königshofen. Bei ihrem Besuch im BayernLab in Bad Neustadt an der Saale wurde den Schülerinnen und Schülern ein vielseitiges Programm geboten, das theoretische Tiefe mit unmittelbarer Praxisnähe verknüpfte. Der diesjährige Besuch hielt jedoch eine ganz besondere Erweiterung bereit: Die Verknüpfung von virtuellen Welten mit einem realitätsnahen, medizinischen Erste-Hilfe-Training.
Im Fokus des Vormittags standen zunächst aktuelle Meilensteine aus den Bereichen 3D-Druck, Künstliche Intelligenz und immersive Technologien. Die Jugendlichen konnten hautnah mitverfolgen, wie additive Fertigungsverfahren aus einer rein digitalen Vorlage präzise, dreidimensionale Objekte entstehen lassen. Für intensiven Diskussionsstoff sorgte zudem die Demonstration von sogenannten Deepfakes. In Echtzeit konnten die Schüler die Mimik und Gesichter bekannter Persönlichkeiten übernehmen. Dieses interaktive Experiment diente als perfektes Sprungbrett, um nicht nur über die informationstechnischen Grundlagen zu sprechen, sondern auch die tiefgreifenden ethischen Risiken, Desinformation und gesellschaftlichen Implikationen dieser Technologie kritisch zu beleuchten.
Ein absoluter Höhepunkt war das Eintauchen in komplexe Virtual-Reality-Anwendungen mittels moderner VR-Brillen. Die Schülerinnen und Schüler hatten die einzigartige Gelegenheit, medizinische Inhalte direkt im Rahmen eines integrierten Erste-Hilfe-Trainings virtuell zu erproben und zu vertiefen. Ausgestattet mit der VR-Brille fanden sich die Jugendlichen in simulierten Notfallsituationen wieder, in denen jede Sekunde zählte. Unter virtueller Anleitung mussten sie Vitalfunktionen prüfen, Unfallszenarien absichern, die stabile Seitenlage anleiten oder Herzdruckmassagen durchführen. Durch die immersive Technologie wurde der Stress und die Dynamik eines echten Notfalls täuschend echt transportiert, wodurch die gelernten medizinischen Handgriffe weitaus intensiver verinnerlicht werden konnten als in klassischen Theoriekursen.
„Es war faszinierend zu sehen, wie die Grenze zwischen digitaler Welt und lebensrettendem Ernst verschwimmt. Wenn man unter der VR-Brille eine Reanimation trainiert, vergisst man die Umgebung komplett. Das war ein unglaublich intensives Lernen“, schilderten begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Eindrücke.
Auch die betreuende Lehrkraft zeigte sich nachhaltig beeindruckt von der methodischen Weiterentwicklung der Veranstaltung: Das pädagogische Konzept, zukunftsweisende High-Tech-Trends mit gesellschaftlich essenziellen Fertigkeiten wie der Ersten Hilfe zu verschmelzen, sei didaktisch brillant gelöst worden und zeige den echten Mehrwert virtueller Welten.
Für die laufende Projektarbeit des P-Seminars lieferte dieser erweiterte Praxistag wertvolle Impulse. Das Seminar setzt sich intensiv mit den Chancen und Grenzen virtueller Realitäten auseinander. Die Jugendlichen kehrten nicht nur mit einer Fülle an technologischem und medizinischem Wissen nach Bad Königshofen zurück, sondern auch mit der klaren Motivation, die digitale Zukunft aktiv und verantwortungsvoll mitzugestalten.
Text: Christian Joachim
Bild: Vanessa Döll
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