In einer feierlichen und abwechslungsreichen Veranstaltung fand am Freitag, den 26.06.2026, wie überall in Bayern, auch am Gymnasium Bad Königshofen die Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten statt.
Mit einem Rückblick in Form einer Diashow, musikalisch durch die ausdrucksvolle Stimme des Kollegen Andreas Bördlein zur Ukulele begleitet, begann der Nachmittag.
Landrätin Sonja Rahm erinnerte sich in ihrem Grußwort an ihr eigenes Abitur, das sie vor 30 Jahren absolviert hatte. Nach dem Studium der Fächer Musik und Operngesang führte sie ihr Weg in die Politik. Sie sprach ihre Überzeugung aus, dass auch die heutigen Abiturienten einen guten Platz in der Gesellschaft und vielleicht in ihrem Heimatlandkreis finden würden.
Die Bigband unter Leitung von Udo Schneider brachte mit „Summer of 69“ Stimmung in die voll besetzte Aula.
Bürgermeister Frank Helmerich, der bis vor kurzem noch selbst Lehrer am Gymnasium war und den Jahrgang unterrichtet hatte, hob die Diskussionsfreude und Kreativität, die er bei den Schülerinnen und Schülern erlebt hatte, hervor und zeigte sich zuversichtlich, dass sie mit Mut und Verantwortungsbewusstsein alles erreichen könnten.
Der von Kolleginnen und Kollegen gebildete A-Cappella-Chor „Vokal Royal“ überzeugte durch das Stück „The Parting Glass“.
Michael Weigand, der Vorsitzenden des Elternbeirats, erinnerte das Motto „ABINAUTEN – ready for takeoff“ an den Klassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. Daran anknüpfend zeigte er am historischen Beispiel von Apollo 13 und an der aktuell stattfindenden Durchdringung aller Lebensbereiche durch die KI die Chancen und Risiken der neuen Technologien. Abschließend riet er den Absolventen, sich entschlossen gegen Hass und Furcht einzusetzen.
Thorsten Büttner hielt stellvertretend für den Vorsitzenden des Fördervereins, Herrn Seufert, eine Ansprache. Wie er selbst, so führte er humorvoll aus, hätten auch die Schülerinnen und Schüler mehr als 10.000 Stunden im Unterricht verbracht, würden sich aber später an keine einzige mehr erinnern. Die Fahrten und Exkursionen dagegen bleiben im Gedächtnis. Deshalb ist die Gewährung von Zuschüssen, um Schulveranstaltungen und Fahrten zu ermöglichen, die man nicht vergisst, aus Büttners Sicht eine der wichtigsten Aufgaben des Fördervereins.
Oberstufenkoordinator Rainer Seelmann beantwortete die Frage der Abiturienten, worin die Besonderheit des Jahrgangs lag. Diese bestand nicht nur darin, dass sie die Vorreiter des neuen neunjährigen Gymnasiums waren, sondern dass sie in der Identifikation mit der Schulfamilie, der Übernahme von Verantwortung, der Ausnutzung von Chancen, wo es sich anbot, und im Zusammenwachsen als Jahrgangsgruppe neue Maßstäbe setzten.
Dies zeigte sich auch in den hervorragenden Ergebnissen: Der Gesamtschnitt war 2,01 und war somit ein gutes Zehntel besser als der bayernweite Schnitt von 2,13. Besonders erfreulich ist, dass exakt die Hälfte der Abiturientinnen und Abiturienten eine 1 vor dem Komma erreichten. Als Jahrgangsbeste erzielten Jonas Stein, Mariella Reichert, Marie Elsner und Magdalena Stein einen Schnitt von 1,0.
Noch einmal sorgte die Bigband mit „I’m a believer“ für stimmungsvolle Unterhaltung.
Schulleiter Frank Gleichmann ließ sich in der Vorbereitung auf seine Ansprache, die letzte Rede, die die Abschlussklasse von ihm hört, von einem Besuch im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven inspirieren. Für ihren eigenen Aufbruch nach dem Abitur brauchen die Schülerinnen und Schüler drei Dinge: eine erste Idee als Initialzündung, eine Startbasis und einen Kompass.
Als Faktoren, die den Aufbruch gelingen lassen, nannte er vor allem Empathie, das Zulassen anderer Perspektiven, kritisches Hinterfragen, sich zuerst über Fakten zu informieren, bevor man seine Meinung äußert – Grundelemente eines gelingenden Zusammenlebens in einer Demokratie. Dazu kommen Bildung, Wissen und Haltung sowie Respekt und Anstand im Umgang miteinander; dies kann man vom Freiherrn von Knigge lernen.
Gleichmann wies darauf hin, dass zu diesem hervorragenden Abiturergebnis viele Weggefährten beigetragen haben, vor allem auch die Eltern, ohne deren Unterstützung diese Leistungen nicht möglich gewesen wären.
Er dankte abschließend denjenigen, die sich als Schulsanitäter äußerst engagiert einsetzten, denen, die langjährig das Schulleben aktiv mitorganisierten, sowie denen, die den Instagram-Auftritt des Gymnasiums ins Leben riefen und betreuten.
Lobend hob er die gegenseitige Unterstützung bei der Vorbereitung auf die Zusatzprüfungen hervor.
Die Hoffnung auf Rückkehr in die Heimat bewegte die Auswanderer früherer Jahrhunderte. Sie soll auch die heutigen Abiturientinnen und Abiturienten auf ihrem Lebensweg motivieren.
„Abschied schmerzt immer.“ – Unter diesem Leitgedanken gaben zwei Oberstufensprecher einen Rückblick auf ihre Schulzeit. Felix Volz fasste die neunjährige Schulzeit als Großprojekt auf, in dem alle in der Aula Anwesenden ein Team waren. In Erinnerung werden ihm viele lehrreiche Momente aus den – von ihm schmunzelnd erwähnten – 3209 Tagen bleiben. Auch die Lehrkräfte sollen gefeiert werden. Er vergaß nicht, den langjährigen, früheren Schulleiter, Herrn Klose, zu erwähnen, auf den die Schülerinnen und Schüler immer zählen konnten. Aus der Zusammenarbeit mit Herrn Gleichmann griff er humorvoll heraus, wie er ihm anlässlich der Instagram-Einführung den Unterschied zwischen reels, storys und posts darlegte.
Oberstufensprecher Leon Kern übernahm es, in anekdotenhafter Weise die vielen Fahrten Revue passieren zu lassen, an die die Abituria lange zurückdenken wird, erinnerte dabei auch an die Corona-Zeit, die damals auf anderen Plattformen gepflegte alternative Demokratie, ungewöhnliche Referate und Highlights in den Fächern Musik und im Chor.
Mit herrlichen Blumensträußen bedankte sich der Jahrgang abschließend bei allen, die ihnen in ihrem Schullalltag helfend und beratend zur Seite gestanden hatten.
Rainer Seelmann
Dr.-Ernst-Weber-Straße 16
97631 Bad Königshofen
Tel: 09761 395650
E-Mail: sekretariat@gymnasium-badkoenigshofen.de